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Neues aus der Welt der mobilen Verdampfer

Noch ist es eine Nischenerscheinung, doch das Verdampfen findet immer mehr AnhängerInnen. Die Vorteile liegen auf der Hand: effizient, emissionsfrei, elegant. Hier ein Testbericht über ein neues Gerät, das uns kürzlich vorgestellt wurde.

Schon länger hatten wir keinen neuen Verdampfer zum Testen hier, als wir kürzlich ein Telefon aus der Westschweiz bekamen und uns jemand ein Gerät vorstellen wollte. Natürlich sind wir immer etwas skeptisch, denn viele Geräte funktionieren nicht oder nicht gut. Aber, interessiert sind wir natürlich immer, also vereinbarten wir einen Termin.

Aussehen

Phyto-Lab – so der Name des Vaporizers der uns im September vorgestellt wurde. Auf den ersten Blick erinnert er mich an eine Tabakpfeife. Beim genaueren hinsehen finden sich jedoch Unterschiede. So wird der mobile Verdampfer nicht am Kopf angefasst, weil dieser im Betrieb locker 150 Grad und heisser wird, sondern – je nach Ausführung – an einem umwickelten Lederband oder an wärmeresistenten Gummiteilen. Die Füllkammer sieht fast ein bisschen wie ein Wasserhahnfilter aus. Für die Frischluft sorgen drei kleine Bohrungen, die zur Mitte führen. Damit die Mischung nicht die Zuleitungen verstopft, werden – je nach Verwendungszweck – mehrere Siebe verwendet. Zum Schluss wird die Füllkammer in den Pfeifenkopf geschraubt. (Bilder und Videos zu diesem Gerät finden sich auf www.phyto-lab.ch. Die Texte sind etwas speziell aus dem Französischem übersetzt…) Um die benötigte Hitze zu erzeugen, ist ein Jetfeuerzeug mit einer bläulichen Flamme notwendig. Das Gerät besteht komplett aus Aluminium. Der Kopf sogar aus poliertem Alu. Der 13 Zentimeter kleine Vaporizer passt locker in die Hemdtasche – mit rund 60 Gramm ist er auch nicht schwer.

Messresultate

Um möglichst genaue Messergebnisse erzielen zu können, habe ich die Sonde direkt in der Füllkammer angebracht. Mit einem Jetfeuerzeug wird der Alukopf erhitzt. Es muss relativ lange geheizt werden, um den massiven Körper auf Temperatur zu bringen. Das dauert dann gerne an die 90 bis 93 Sekunden, dabei wird eine Temperatur zwischen 180 und 190 Grad erreicht. Mit einem Doppelstrahl-Jetfeuerzeug liesse sich die Zeit etwas reduzieren – ich habe leider kein solches. Beim Ziehen erhöht sich der Wert zwischen 202 und 208 Grad. Nun lässt sich das Teil wie die gute alte Pfeife benutzen. Während rund 90 Sekunden kann man genüsslich vappen. Dies entspricht fünf Inhalierungen à 12 Sekunden. Danach fällt die Temperatur unter 160 Grad, es muss wieder geheizt werden. Natürlich kann auch höher erhitzt werden – die Obergrenze liegt bei 230 Grad, wie hoch hängt von der persönlichen Vorliebe ab. Hierbei ist zu bedenken, dass der gelöste Dampf dementsprechend heiss ist und es zu Schädigungen der Atemorgane kommen kann. Und wie alle Verdampfer, die mit einem Jetfeuerzeug erhitzt werden, kann man es auch übertreiben – so dass dann eben doch eine Verbrennung stattfindet und man nicht dampft, sondern raucht. Einen Überhitzungsschutz gibt es auch bei diesem Gerät nicht!

Fazit

Der mobile Vaporizer funktioniert im Übrigen einwandfrei. Die Verarbeitung ist gut und zum Reinigen (am besten mit Alkohol) lässt sich der Phyto-Lab komplett zerlegen. Eine Reinigungsbürste ist in der Verpackung enthalten. Doch etwas gilt es zu beachten: Der Metallkörper wird mit der Zeit recht heiss, auch zehn Minuten nach dem letzten Heizen messe ich am Kopf noch deutlich über 100 Grad Celsius. Das ist generell ein Problem: Da der ganze Vaporizer aus Aluminium besteht, bleibt dieser relativ lange unbenutzbar. Das heisst, er muss eine Viertelstunde abkühlen, um erneut befüllt werden zu können. Zudem muss zu lange geheizt werden um auf Temperatur zu kommen. Dies sehe ich als grösstes Manko. Mein persönlicher Favorit ist und bleibt weiterhin der Vapman (siehe zum Beispiel Legalize it! Ausgabe 41, Seite 3)!

Der Phyto-Lab wird laut den Herstellern aus Neuenburg in der Schweiz produziert und kostet 99 Franken (ohne Jetfeuerzeug). Weitere Infos findest du auf der Homepage von Phyto-Lab.

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thc_recht/li460606.txt · Zuletzt geändert: 2019/05/07 16:06 von sos