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Hanf, Kiffen, THC und die Gesetze zur Verfolgung von Cannabis

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thc_recht:li580202

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thc_recht:li580202 [2013/05/16 20:31]
sos [Der Leidensweg von Bernard Rappaz, Teil 4]
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sos [Der Leidensweg von Bernard Rappaz, Teil 4]
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 29.12.11 Brief von BR, geschrieben am 26.12. Es geht gut, vielen Dank für dein Paket, super! Deine Arbeit für die Hanfpolitik ist sehr wunderbar. Auch ich arbeite immer für Hanf, mit meinem Buch und einem Dokumentar-Film,​ 120 Minuten. Nach 2013 präsentiere ich die zwei Projekte. 2012 ist es im Wallis möglich, vier Hanfpflanzen zu haben, ab 18 Jahre. Liebe Grüsse, Bernard. 29.12.11 Brief von BR, geschrieben am 26.12. Es geht gut, vielen Dank für dein Paket, super! Deine Arbeit für die Hanfpolitik ist sehr wunderbar. Auch ich arbeite immer für Hanf, mit meinem Buch und einem Dokumentar-Film,​ 120 Minuten. Nach 2013 präsentiere ich die zwei Projekte. 2012 ist es im Wallis möglich, vier Hanfpflanzen zu haben, ab 18 Jahre. Liebe Grüsse, Bernard.
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 +==== Neues aus dem Knast ====
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 +Am Wochenende vom 17./18. September 2011 hätte Bernard Rappaz, nach Absitzen des ersten Drittels seiner Haftstrafe, seinen ersten 24-Stunden-Ausgang gehabt. Vorher gab es allerdings noch schnell eine Urinprobe, die prompt «positiv» ausfiel.
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 +Der Häftling beteuert, alle Auflagen eingehalten zu haben und demnach kiff-frei zu sein.
 +Die Obrigkeiten sind zwar bereit, den legal verkäuflichen und genossenen Hanftee von Coop auf Spuren von THC untersuchen zu lassen, verfügen jedoch trotzdem fünf Tage Bunkerhaft statt «erster Ausgang».
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 +Ich bin sicher, der THC-Gehalt besagter Teesäckchen ist nicht «übermässig»,​ aber genau da liegt das Problem:
 +Die hochempfindlichen (THC-Abbauspuren-im-)Urintests zeigen viel zu schnell ein «positives» Resultat an, was sehr bedenklich ist angesichts der drastischen Strafen, die auf eine «positive» UP folgen können! Eigentliche Fehlurteile zu Ungunsten der Verdächtigten sind so regelrecht vorprogrammiert.
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 +Wenn diese Tests bei UPs also Gefahr laufen, falsche Ergebnisse anzuzeigen, wodurch Un-Schuldige,​ die nicht gekifft haben, als «Schuldige» entlarvt (und bestraft!) werden – und dies wohl öfter vorkommt, als Viele denken – sollten unsere Obrigkeiten die Einsicht haben, in Zukunft auf Urinproben zu eventuellem Cannabiskonsum zu verzichten. Finde ich.
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 +Was den «Fall Rappaz» im Besonderen angeht:
 +Abgesehen von der Demütigung einer UP und dem Risiko eines falschen Resultats, verstehe ich nicht, weshalb diese Kontrolle bei Bernard überhaupt «nötig» war. Er ist seit runden 40 Jahren Hanfaktivist,​ er geht gegen 60 Lenze zu, also kann auch «Jugendschutz» nicht das Thema sein. Die Obrigkeiten wissen selbst am besten, was ihr Häftling allein in den letzten zwei Jahren durchgemacht hat, und dass er auch wegen fünf Tagen Bunker dem Hanf niemals abschwören wird.
 +Wozu also die ganze Schikane?
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 +Bernard Rappaz ist ein mustergültiger Häftling (abgesehen von möglichen Hungerstreiks bei unfairen Entscheiden),​ der alle speziellen Auflagen für seinen ersten Ausgang erfüllt hat und trotzdem dafür bestraft wurde. Das ist nicht nur gemein, es ist auch pädagogisch absolut kontraproduktiv! In einer Institution,​ die Unrechtes bestrafen soll, darf es nicht passieren, dass der gute Wille bestraft wird!
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 +Wie lange noch kann unsere Gesellschaft solch menschenverachtende «Erziehungsmassnahmen» gut finden?
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 +In 60 Jahren Hanf-Prohibition in der Schweiz hat die Repression wahrlich bizarre Züge angenommen. Fazit: Es muss alles wieder besser werden! Die Obrigkeiten wollen nicht über Hanf reden? Gut. Reden wir über (Sinn und Unsinn von) Urinproben!
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 //Mit diesem vierten Teil schliessen wir unsere Serie ab.// //Mit diesem vierten Teil schliessen wir unsere Serie ab.//
thc_recht/li580202.txt · Zuletzt geändert: 2013/05/16 20:44 von sos