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Hanf, Kiffen, THC und die Gesetze zur Verfolgung von Cannabis

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Wo bekomme ich etwas zu kiffen?

Eine sehr häufige Frage

Als die Hanfläden in den ersten Jahren des neuen Jahrtausends Kanton für Kanton dichtgemacht wurden, kamen viele Anfragen im Stil von: «Mein Hanfladen ist zu – wo soll ich jetzt mein Gras kaufen?» Nun, darauf können wir natürlich so direkt keine Auskunft geben. Erstens würden wir uns strafbar machen, wenn wir solche Orte nennen würden. Zweitens hat keine Hanfverkaufsstelle, die in den jetzigen schwierigen Zeiten noch Hasch oder Gras unter die Leute bringt, ein Interesse, am Telefon oder im Internet genannt zu werden. Das Risiko einer harten Bestrafung ist viel zu gross.

Wo findet der Handel statt?

Der Handel hat sich wieder in den Untergrund verzogen. Sei es auf die Gasse, wo vor allem heroinabhängige Menschen Import-Haschisch verkaufen. Oder verdeckt in Läden, die in keiner Art und Weise den Begriff «Hanf» im Namen führen oder in Privatwohnungen. Um gute Ware zu bekommen, braucht es jedenfalls wieder persönliche Beziehungen. Vor allem die guten Qualitäten sind sehr rar geworden – und logischerweise die Preise dafür gestiegen. Wenn sie überhaupt noch in grösserem Umfang gehandelt werden können.

Clubidee

Möglich wäre, dass sich verschiedene Hanfkonsumierende zusammen tun und gemeinsam Gras (drinnen oder draussen) produzieren und unter sich aufteilen. Ein solcher Club hätte den Vorteil, dass es keinen «bösen, gewinnsüchtigen Dealer» gibt. Das heisst nicht, dass es nicht doch im schlimmsten Fall ein Strafverfahren geben könnte. Aber da der eigentliche Händler fehlt, müsste ein Richter einen solchen Club nicht unbedingt als gewinnorientierten Handelskreis ansehen (und mit mehr als einem Jahr Gefängnis bestrafen), sondern könnte die Clubmitglieder wegen Konsums und Vorbereitungshandlungen verurteilen. Was «lediglich» eine Busse zur Folge hätte. Doch braucht es für ein solches Modell ein relativ hohes Engagement der Mitglieder und viel Vertrauen untereinander. Doch könnten solche Strukturen die ersten sein, die von Polizei und Justiz geduldet würden – wenn sie im Verdeckten arbeiten, keine grossen Umsätze und keinen Gewinn machen und nur für erwachsene Menschen in der Schweiz offen sind.

Im Bereich Medizinalhanf gibt es bereits Ansätze zu solchen Clubs – wir werden sehen, ob das mit den Neuerungen zum Medizinalhanf ausgebaut werden kann.

Eigenanbau

Man kann natürlich auch einfach für sich allein anbauen. Vorteile haben hier eindeutig reichere Menschen: Wer einen grossen Garten oder gar ein grösseres Anwesen besitzt, kann häufig lange Hanf für THC-Konsum anbauen, ohne Probleme zu bekommen. Auch ein nicht einsehbarer Balkon kann gute Dienste leisten. Vor allem, wenn man nicht sehr viel konsumiert, können ein paar Pflanzen pro Herbst den Jahresbedarf bis zur nächsten Ernte decken.

Wem solche Möglichkeiten nicht zur Verfügung stehen, kann auch auf den Anbau drinnen mit Kunstlicht ausweichen. Hier ist allerdings der Aufwand viel grösser: Es bedarf einiger hundert Franken Investitionen in Lampen, Lüftungen, Filter und der Kampf gegen Schädlinge ist aufwändig – man muss sehr sauber arbeiten (eigentlich wie in einem Labor). Doch trotz des Aufwandes gehen immer mehr Konsumierende diesen Weg, denn der Kauf auf der Gasse ist für viele gar keine Perspektive.

thc_recht/sh2222.1404745657.txt.gz · Zuletzt geändert: 2014/07/07 17:07 von sos