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Vor ein paar Tagen ist die CannaTrade zu Ende gegangen. Etwas kleiner war die Hanfmesse dieses Jahr, dennoch haben wir mit vielen bekannten und neuen Menschen gesprochen.
Wir haben bei einigen eine gewisse Euphorie verspürt: Wenn Deutschland Schritte Richtung Legalisierung unternommen hat, dann wird es bei uns ja auch vorangehen? Aber wir müssen doch eine skeptische Bemerkung machen: Bloss weil die Bundesverwaltung und die Subkommission etwas ausarbeiten, heisst das noch lange nicht, dass es gut kommt.
Wir erinnern uns: 2004 versenkte der Nationalrat in zwei Abstimmungen die ganzen Diskussionen und Berichte und Arbeiten der Verwaltung seit 1996, siehe Artikel im LI30. Fertig war!
Nun hoffen die meisten wieder, dass es einfach so klappen wird. Aber am Podium zum Thema an der CannaTrade wurde klar, dass die Subkommission bisher nicht einmal so grundlegende Fragen wie die Besteuerung geklärt hat (das bräuchte wohl einen Verfassungsartikel und also eine Mehrheit der Stände bei einer Abstimmung, was alle als unrealistisch betrachten) oder ob der Anbau outdoor und/oder indoor legalisiert werden soll. Da sind also noch viele Fragen offen. Im Herbst soll der Vorschlag der Subkommission veröffentlicht werden, dann werden wir das genauer sehen.
Wir denken wirklich, es bräuchte dringend ein paar hundert Menschen, die sich landauf landab für eine Änderung stark machen. Also an Podien teilnehmen, an Strassenständen stehen, Leserbriefe schreiben, Interviews geben, Social Media bewirtschaften und am besten mit Bild und Namen hinstehen und das Anliegen vertreten. Sonst, befürchten wir, wird es keine erfolgreiche Abstimmung geben (und dass eine Abstimmung kommen wird, ist praktisch sicher).
An der CannaTrade haben wir leider keine Bereitschaft gespürt, diesen Effort angehen zu wollen. Deshalb sind wir nicht euphorisch.

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