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Die Hanf-Repression ist auch 2025 weiter zurückgegangen. Um 2015 gab es noch Höchststände mit über 70'000 durch die Polizei verzeigten Straftaten pro Jahr. 2025 weist keine 20’000 Verzeigungen mehr auf: Die Verfolgung ist in den letzten zehn Jahren massiv zurückgegangen.
Wir werden also weniger intensiv verfolgt. Das ist zwar schön, aber nicht das Ganze, was wir wollen. Wir möchten nicht, dass weiterhin der Schwarzmarkt fast unbehelligt den Handel mit Hasch und Gras in unbekannter Qualität in der Hand hat. Wir möchten, dass in einer legalen Produktion getestete, saubere Ware hergestellt wird und ein verantwortungsbewusster, kontrollierter Verkauf stattfindet. Davon sind wir leider noch weit entfernt: Der Entwurf des CanPG ist zunächst einfach ein Entwurf. Wirklich gewonnen haben wir erst, wenn es einen legalen, stabilen, funktionierenden Umgang gibt.
Seit Jahren beklagen die Polizeien, dass sie zu wenig Polizisten und Polizistinnen haben und auch die Staatsanwaltschaften schieben grosse Pendenzenberge vor sich her. Wir vermuten, dass sich mit dem Generationenwechsel bei Polizei und Staatsanwaltschaft im letzten Jahrzehnt auch deren Prioritäten geändert haben: Cannabisverfolgung hat nicht mehr den gleichen ideologischen Stellenwert wie früher. Dazu kommt, dass über 1'000 medizinische Cannabispatientinnen und -patienten nun legale Bezugsquellen in den Apotheken gefunden haben. Die Pilotprojekte haben mehr als 10'000 Menschen ermöglicht, legal Hasch und Gras zu beziehen. Dazu kommen die gesetzlichen Änderungen und die Entscheide des Bundesgerichtes (der laut Gesetz straflose Besitz von 10 Gramm Cannabis für den Eigenbedarf ist tatsächlich nicht strafbar und diese 10 Gramm dürfen auch nicht von der Polizei eingezogen werden). Seit zehn Jahren erschwert auch das CBD-Gras eine schnelle Zuordnung von Hanfblüten als illegal. Das alles, denken wir, hat die Repression gegen Hanf erschwert und weniger attraktiv gemacht.
Mehr zum Thema Verfolgungszahlen: Statistiken 1974 bis 2025

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