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Der Plenty: Ein neuer Vaporizer

Plenty heisst der neueste Verdampfer aus dem Hause Storz & Bickel. Den meisten dürfte deren Dauerbrenner Volcano bekannt sein. Ich konnte den Plenty eine Woche lang testen und berichte im Folgenden über meine Eindrücke.

Das Gerät

Vor der Veröffentlichung war die Hoffnung auf ein mobi­les Gerät ziemlich gross. Daher war ich anfangs etwas enttäuscht, als wir beim Auspacken feststellen mussten, dass das Gerät zwar handlich klein, aber halt nicht wirklich mobil ist: Der Plenty bleibt (wie der Volcano) auf die Steckdose angewiesen. Aber der Plenty ist ein Hand­gerät – der komplette Verdampfer wird also in der Hand gehalten und mit einem Verlängerungskabel kann die Mobilität einfach erweitert werden.

Das Gerät, welches mit hitzebeständigem Kunststoff umgeben ist, besteht aus einem nur 15 cm langen Hauptteil mit integriertem Heizblock. Daran ist ein Hand­griff angebracht, mit dem der Plenty bequem in der Hand gehalten werden kann. Obendrauf wird die Füll­kammer mit der Kühlspirale und dem Mundstück befestigt. Bei Nichtgebrauch liegt der Plenty flach auf dem Tisch, ist 6 cm hoch, 33 cm lang und beim Handgriff knapp 20 cm breit.

Eine Besonderheit des Plenty ist der im Handgriff integ­rierte Schalter. Andere Vaporizer (Volcano) beginnen je­weils wieder mit dem Heizvorgang, wenn die Tempe­ra­tur unter einen gewissen Level sinkt. In dieser Hinsicht ist der Plenty wirklich clever konzipiert: Nur wenn der Schalter am Handgriff aktiviert ist – das Gerät also in der Hand gehalten wird – heizt der Plenty wieder auf die gewählte Temperatur. Liegt er für längere Zeit auf dem Tisch, kühlt er vollständig ab, ohne dauernd wieder auf­zuheizen. Es ist also nicht tragisch, wenn das Gerät mal über Nacht vergessen wird, weil die Müdigkeit stärker war…

Das Dampfen

Anders als beim Volcano, gibt es beim Plenty eine Füllmenge, die nicht unterschritten werden sollte. Da sich das Dampfgut sowohl beim unbenutzten Gerät wie auch beim Dampfvorgang im rechten Winkel befindet, würde das Material bei zu geringer Füllmenge nach unten rut­schen, was zu einem suboptimalen Dampfergebnis füh­ren könnte. Nach einigen Durchgängen kann die richtige Füllmenge aber leicht abgeschätzt werden.

Die gewünschte Temperatur kann über einen Drehregler gewählt werden. Nach dem Einschalten heizt das Gerät auf die gewünschte Temperatur auf und zeigt dies auch per Kontrolllampe an. Ist die Temperatur erreicht, wird der Heizvorgang beendet und die Lampe erlischt. Das ei­gentliche Dampfen ist nicht allzu spektakulär: Der Plen­ty wird in die Hand genommen und am Mundstück wird inhaliert. Der Dampf entsteht nur 18 cm vom Mund entfernt und wird in der Edelstahlspirale überraschend stark abgekühlt, er schmeckt angenehm frisch und ist reich an Geschmack. Das Dampfgut wird gleichmässig abgedampft und ist auch nach zahlreichen Inhalationen nur wenig gebräunt.

Plenty oder Volcano?

Als langjähriger Volcano-Benutzer war ich gegenüber dem Plenty anfangs ziemlich skeptisch. Doch wie so oft war dies eher meine Reaktion auf etwas Neues und hat weniger mit dem Gerät an sich zu tun. Werden nämlich Plenty und Volcano einander objektiv gegenübergestellt, so sind die Unterschiede zwar vorhanden, doch ist mit beiden das gewünschte Dampferlebnis so gut wie ga­rantiert.

Der Volcano ist auf einen Ballon angewiesen, um den Dampf zu sammeln. Das hat zwar den Vorteil, dass der Ballon mobil ist, also entweder an einem Tisch leicht he­rumgereicht oder an spezielle Orte mitgenommen werden kann (Badewanne, Balkon, usw.). Doch der Ballon bringt auch den Nachteil mit sich, dass der Dampf darin nicht allzu lange seine Frische behält und zudem muss der Ballon regelmässig erneuert werden, um den Ge­schmack nicht zu beeinflussen. Wird also meistens an einem fixen Ort gedampft (z. B. an einem Tisch), so ist der Plenty für eine bis zwei Personen gut geeignet. Sobald drei oder mehr Leute zusammen dampfen möch­ten oder wenn der Dampf für kurze Zeit völlig mobil sein soll, ist der Volcano wahrscheinlich die bessere Wahl.

Ein weiterer Unterschied sind die Geräusche: Der Plenty ist völlig lautlos, wohingegen der Volcano beim Füllen des Ballons brummt und der Ballon selber knistert – es soll Menschen geben, die das stört.

Beim Preisvergleich schliesslich ist der Plenty mit 250 Euro stolze 150 Euro günstiger als der Volcano, womit für die meisten Dampf-Neulinge die Wahl eher auf den Plenty fallen dürfte.

thc_recht/li590505.1379930867.txt.gz · Zuletzt geändert: 2013/09/23 12:07 von fabian